Literarisches Schreiben lernen und lehren

Gesprächsrunde/Lesung mit Studierenden und Lehrenden des Masterstudiengangs Theorien und Praktiken professionellen Schreibens

Wo? Uni Köln (Tagungsraum des Seminargebäudes)

Wann? 18.00 bis 19.30 Uhr

Eintritt frei!

Literarisches Schreiben bringt einen individuellen, vielleicht sogar eigensinnigen Zugang zur Welt zum Ausdruck. Zugleich aber setzt es sich mit den Möglichkeiten der Sprache auseinander und greift, bewusst oder unbewusst, auch Besonderheiten anderer Texte auf. Eigene Schreibweisen sind daher immer auch Bestandteil von Traditionen, woraus sich die Frage nach dem Verhältnis von „literarischem Eigensinn“ und der „Kenntnis des Überlieferten“ ergibt: Schadet das eine dem anderen oder ermöglicht das Wissen über literarische Entwicklungen ein Surplus für die Produktion literarischer Texte? 

Die von Christof Hamann moderierte Gesprächsrunde diskutiert vor diesem Hintergrund Möglichkeiten, Grenzen und Risiken der Vermittlung literarischer Praxis, die Bestandteil des Masterstudiengangs Theorien und Praktiken professionellen Schreibens an der Universität zu Köln ist. Neben Studierenden beteiligen sich an dem Gespräch als Lehrende des Masters Gunther Geltinger, Michael Kohtes, Bastian Schneider und Juliane Kreppel. Begleitet wird die Diskussion von kurzen Lesungen aus literarischen Texten von Studierenden des Studiengangs. 

uni-koeln.de

 

Uni Köln, Institut für deutsche Sprache und Literatur
Tagungsraum des Seminargebäudes
Universitätsstraße 37
50931 Köln

Haltestelle: Universität, Linie 9, Buslinien 130, 134 und 142

 

 

Mitwirkende

Die Gesprächspartner auf dem Podium:

Gunther Geltinger, geboren 1974, lebt als Schriftsteller in Köln. Er studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien und an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Er schreibt Prosa, Drehbücher, Hörstücke und Libretti. Sein Debütroman Mensch Engel erschien 2008, sein zweiter Roman, Moor, folgte 2013. Im März 2019 veröffentlichte er seinen neuen Roman Benzin. Seine Bücher sind im Suhrkamp Verlag erhältlich.

Christof Hamann ist Professor für Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln und Schriftsteller. Zu seinen aktuellen wissenschaftlichen Publikationen gehört das von ihm herausgegebene Text+Kritik-Heft zu Marcel Beyer (2018). Seine letzte umfangreichere literarische Publikation ist der Roman Nur ein Schritt bis zu den Vögeln (Steidl Verlag, 2012). Im Frühjahr 2019 erscheint der Band Christof Hamann: Gehen, Stolpern, Schreiben (Aisthesis Verlag), herausgegeben von Andreas Erb, der u.a. die Poetikvorlesungen enthält, die Christoph Hamann im Sommer 2017 an der Universität Duisburg-Essen gehalten hat.

Amelie K. Hofmann, 1994 in Schwäbisch-Hall geboren, lebt seit 2018 in Köln, wo sie im Master Theorien und Praktiken des professionellen Schreibens studiert. Das bunte Wollknäuel ihrer Gedanken entfädelt sie einerseits im Bereich der bildenden Kunst sowie andererseits in kindgerechten, lustigen oder auch schaurigen Prosatexten, die aufgrund des fehlenden Vermögens, sich kurz zu fassen, in Bücher ausarten. Eine erste Kurzgeschichte Flowers Filled with Honey erschien in der Studentischen Anthologie der Frankfurter Goethe-Universität.

Michael Kohtes, 1959 geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Bonn, Paris und Zürich und lebt als Literaturredakteur und Schriftsteller in Köln. Er veröffentlichte u.a. die Essaybände Nachtleben. Topographie des Lasters (Insel), Boxen. Eine Faustschrift (Suhrkamp) und Va Banque. Über Glücksspieler und Spielerglück (Transit). Zuletzt erschien von ihm die Tagebuch-Collage 365 Tage. Ansichten von K. (Greven Verlag).

Juliane Kreppel, geboren 1974, ist akademische Rätin a. Z. am Institut für deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln. Sie koordiniert den Studiengang Theorien und Praktiken professionellen Schreibens. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die deutsche Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts und betreffen insbesondere textimmanente Poetologien, Gattungstheorie und Praxeologie. Letzte Publikationen zur Gegenwartsliteratur: Beiträge zu M. Beyers Auseinandersetzung mit der Lyrik F. Mayröckers (in Text+Kritik 218/219, Hg. v. C. Hamann, 2018) und zu Wechselwirkungen zwischen Produktion und Rezeption bei F. Ani (in Kriminographien, Hg. v. M. Genҫ und C. Hamann, Könighausen &Neumann, 2018).

Bastian Schneider, 1981 in Siegen geboren. Studium der deutschen und französischen Literatur in Marburg und Paris; Studium der Sprachkunst in Wien. Lebt in Köln. Auszeichnungen: Dresdner Lyrikpreis (2018), Förderpreis des Landes NRW (2017), Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium (2016). Zuletzt erschienen: Die Schrift, die Mitte, der Trost. Stadtstücke (Sonderzahl, 2018), Eine feine Naht aus Licht und Schwarz. Graphic Novel (zus. m. M. Kone u. W. Pamminger; Sonderzahl, 2018) und Irgendwo, jemand. Gedichte (parasitenpresse, 2017).

Anna Westkämper, geboren 1995 in Hamm/Westfalen, gehört zum ersten Jahrgang des Masterstudiengangs Theorien und Praktiken des professionellen Schreibens. Vorher studierte sie im Bachelor Germanistik und Medienkulturwissenschaften an der Universität zu Köln und in Budapest. Sie widmet sich insbesondere dem pragmatischen Schreiben, in ihrer Arbeit als Werkstudentin für den Kölner Stadt-Anzeiger oder mit gesellschaftskritischen Artikeln für den Blog Die soziale Lage.

Es lesen:

Julia Fischer, in Köln geboren, studierte im Bachelor Deutsche Literatur und Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2015 bis 2018 war sie als Dramaturgieassistentin und Dramaturgin am Schauspiel Köln engagiert. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Dramaturgin und studiert Theorien und Praktiken professionellen Schreibens an der Universität zu Köln.

Josephine Güntner, geboren 1993 in Kiel. Sie studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus am Literaturinstitut in Hildesheim sowie ein Semester Psychoanalyse an der Universitetet i Bergen, Norwegen. Derzeit befindet sie sich im Masterstudiengang Theorien und Praktiken professionellen Schreibens an der Universität zu Köln.

Anika Hoffmanns, geboren 1992, lebt seit 2013 in Köln und studiert im 2. Semester an der Universität zu Köln Theorien und Praktiken professionellen Schreibens. Neben ihrem Studium arbeitet sie in einer Buchhandlung. Inspiration zum Schreiben findet sie in ihrer Leidenschaft für Literatur und Film sowie ihren exzessiv geführten Tagebüchern.

Lisa James, 1993 in Langenfeld (Rheinland) geboren, lebt in Köln, wo sie im Master Theorien und Praktiken professionellen Schreibens studiert. Zuletzt wurde ihr Gedicht Weiße Flecken in der Literaturzeitschrift Schliff veröffentlicht. Sie interessiert sich für die Verbindung von Worten und Bildern und untersucht diese auch in ihren künstlerischen Arbeiten. Weiteres unter lunautin.com

Mascha Schlubach, geboren 1992, lebt, schreibt und studiert in Köln (Universitätsstudium des 2-Fach-MA Kunstgeschichte/Germanistik und des MA Theorien und Praktiken professionellen Schreibens). Zwischen April und Juli 2018 hat sie an der Autorenwerkstatt der Freien Universität Berlin unter Leitung von Marion Poschmann teilgenommen. Neben literarischer Prosa schreibt sie journalistische Beiträge sowie Reportagen und Rezensionen für das Kulturmagazin BARTON MAG. Am 4. März 2019 erschien in der 28. Ausgabe der Literaturzeitschrift mosaik ihre Kurzgeschichte Die Mutter.

 

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